Daniel Guggenheim — Schweizer Jazz-Saxophonist und Komponist mit Saxophon, Porträt

Über mich

Contemporary Jazz als universelle Sprache

Ich bin Daniel Guggenheim, Saxophonist und Komponist. Meine Musik bewegt sich im Contemporary Jazz, geprägt unter anderem von John Coltrane. Saxophon, Klavier und Komposition sind für mich innere Notwendigkeit — und das, was mich ins Gleichgewicht bringt.

„Musik ist für mich eine universelle Sprache — Zuhören, Raum geben und Raum nehmen sind die Grundlagen jeder echten Begegnung.“

Musik als gemeinsamer Raum

In einer Zeit, in der Abgrenzung wächst und viele Menschen sich einsam fühlen, möchte ich zeigen, wie viel Kraft in Empathie und Respekt steckt. In meinen Konzerten entsteht genau dieser Raum: Das Publikum erlebt unmittelbar, wie Musik auf der Bühne wächst, teilt die Energie des Moments — und wird selbst zum Mitgestalter.

Durch Auswahl und Reihenfolge meiner Kompositionen wird jedes Konzert zu einer gemeinsamen, fast spirituellen Reise. Ein Miteinander auf Augenhöhe, das Vertrauen schafft — und eine Form von gelebter Demokratie.

Daniel Guggenheim live am Sopransaxophon
Daniel Guggenheim Porträt

Wie alles begann

Schon als Kind interessierte ich mich intensiv für Musik. Mit fünf Jahren begann ich Blockflöte zu spielen, kurz darauf kam Klavier dazu. In der Plattensammlung meines Vaters entdeckte ich mit neun oder zehn Jahren eine Mahalia-Jackson-LP — und nahm sie mit in mein Zimmer. Von da an war sie „meine“. Die Unmittelbarkeit ihrer Stimme, dieser einzigartige Groove, oft Freudentränen in den Augen.

Kurz darauf begegnete mir „Ballads“ von John Coltrane — und ich war überwältigt. In dieser Zeit reifte der Entschluss: Musiker werden. Genau diese Musik spielen. Ich begann Saxophon zu lernen und entschied mich später für ein Jazzstudium.

Daniel Guggenheim Quartet auf der Bühne

Suche, Umwege und Wahrhaftigkeit

Nach dem Studium suchte ich meine künstlerische Identität — zunächst in Paris, dann in Rio de Janeiro. Zurück in der Schweiz spielte ich, auch aus finanzieller Not, in unterschiedlichsten Projekten und unterrichtete viel. Mit der Zeit merkte ich: Reine Professionalität hatte begonnen, das eigentliche Anliegen zu überlagern.

Wahrhaftigkeit zu vermitteln, echte, von Musik geleitete Emotionen zu teilen — das war der Kern, warum ich Musiker geworden war. Diesen Kern wollte ich zurückgewinnen.

New York: der andauernde Moment

Ich entschied, mich wieder vollständig dem Jazz zu widmen — und zog nach New York. Dort traf ich überall großartige Musikerinnen und Musiker, die kompromisslos ihren Weg gingen. Ein Wendepunkt: Billy Hart lud mich als Gast zu einem Konzert des George Mraz Trios ein (Richie Beirach – piano, George Mraz – bass, Billy Hart – drums).

Auf der Bühne erlebte ich zum ersten Mal, wie sich wahre Freiheit in der Musik anfühlt: tiefe Verbindung ohne Eitelkeit, in der der „andauernde Moment“ entstehen kann. Ich war — auf einer anderen Ebene — wieder das Kind, das mit völliger Spontanität musiziert. In dieser Zeit entstand auch mein „New York Quartet“, mit dem ich in den USA und Europa Konzerte spielte und CDs aufnahm.

Daniel Guggenheim mit Saxophon

Heute: das Daniel Guggenheim Quartet

Heute geht es mir vor allem darum, in meinen Kompositionen eine klare Atmosphäre zu schaffen, die in der Begegnung mit meinen Mitmusikern immer wieder neu entsteht. Das erfordert Vertrauen und einen gemeinsamen musikalischen Hintergrund. Aus den Erfahrungen vieler Jahre wächst ein spontanes Zusammenspiel, in dem Inspiration frei fließen kann — eingebettet in die Tradition, aus der ich komme. Auch die Spiritualität, die mich seit langem begleitet, hat ihren eigenen Platz in meiner Musik gefunden.

Mit meinen heutigen Weggefährten Sebastian Sternal (piano), Dietmar Fuhr (bass) und Silvio Morger (drums) möchte ich diesen Weg weitergehen — auf Bühnen in Clubs und auf Festivals.

Mein Weg

  1. 1954

    Geboren in Zürich.

  2. 1976–81

    Studium an der Swiss Jazz School in Bern.

  3. 1983

    Aufenthalt in Brasilien. Begegnung mit Hermeto Pascoal.

  4. 1985

    Lässt sich bei Frankfurt nieder.

  5. 1988

    Gründet die Daniel Guggenheim Group.

  6. 1992

    Südamerika-Tour und CD-Aufnahmen in Rio mit Hermeto Pascoal.

  7. 1994–95

    Aufenthalt in New York.

  8. 1996

    CD und Europatour mit dem N. Y. Quartet.

  9. 2013

    CD „Beyond Moment And Time“.

  10. 2018

    Formiert das neue Daniel Guggenheim Quartet.

  11. 2022

    CD „red orange and blue“ erscheint.

  12. Heute

    Konzerte mit dem Daniel Guggenheim Quartet — und immer neue Musik.

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